Freitag, 29. April 2016

Wieso Friedhöfe?

Seit 1998 wohne ich in unmittelbarer Nähe des Wiener Zentralfriedhofs. Schon in den Jahren zuvor hatte ich ein besonderes Verhältnis zu Friedhöfen. Doch die Friedhofs-Nähe hat mit sich gebracht, dass Friedhöfe ein Teil meines Lebens geworden sind.

Somit ist es keineswegs verwunderlich, einen Blog zu betreiben, der das Thema Friedhöfe in den Mittelpunkt stellt. Dieser Blog soll zeigen, wie ich als passionierter Friedhofsgänger Friedhöfe erlebe, was es zu entdecken gibt, welche Gedanken ich mir in diesem Kontext mache. Friedhöfe haben einen hohen kulturhistorischen Wert. Sie sind eine Welt für sich, die sich jedem Gast auf eigene Weise erschließt.

Im Laufe der Jahre sind drei Projekte entstanden, die ich im Rahmen des Blogs genauer vorstelle: Zwei Bücher und ein Film. Die Projekte sind so etwas wie die Außenseite meiner Beschäftigung mit Friedhöfen. Sie beleuchten aber nicht nur die Friedhofsmauer, sondern überwinden sie. Mancher Kernpunkt mag aus den Büchern und dem Film hervorgehen. Entscheidend für mich ist das Festhalten an der Beschäftigung mit Friedhöfen. Bei jedem Besuch erscheint ein Friedhof in etwas anderem Licht, von jedem Besuch bleiben unvergessliche Eindrücke zurück. Mein Vorhaben im Sinne dieses Blogs ist es, die Außenseiten und die Tiefenschichten von Friedhöfen zu zeigen, Geschichten zu erzählen, zu verweisen, Anregungen zu geben, Neugier zu wecken. Und bewerkstelligt wird dies in Form von Texten, Fotos und Videos.


Ich freue mich über den Austausch mit Ihnen, die Sie diesen Blog entdeckt haben. Kommunikation ist wichtig, der Friedhof ist ein Ort für die Lebenden und Toten, er verbindet jene, welche bereits die Erfahrung des Todes gemacht haben mit jenen, die sie noch vor sich haben.

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