Seit 1998 wohne ich in unmittelbarer Nähe des Wiener
Zentralfriedhofs. Schon in den Jahren zuvor hatte ich ein besonderes Verhältnis
zu Friedhöfen. Doch die Friedhofs-Nähe hat mit sich gebracht, dass Friedhöfe
ein Teil meines Lebens geworden sind.
Somit ist es keineswegs verwunderlich, einen Blog zu
betreiben, der das Thema Friedhöfe in den Mittelpunkt stellt. Dieser Blog soll
zeigen, wie ich als passionierter Friedhofsgänger Friedhöfe erlebe, was es zu
entdecken gibt, welche Gedanken ich mir in diesem Kontext mache. Friedhöfe
haben einen hohen kulturhistorischen Wert. Sie sind eine Welt für sich, die
sich jedem Gast auf eigene Weise erschließt.
Im Laufe der Jahre sind drei Projekte entstanden, die ich im
Rahmen des Blogs genauer vorstelle: Zwei Bücher und ein Film. Die Projekte sind
so etwas wie die Außenseite meiner Beschäftigung mit Friedhöfen. Sie beleuchten
aber nicht nur die Friedhofsmauer, sondern überwinden sie. Mancher Kernpunkt
mag aus den Büchern und dem Film hervorgehen. Entscheidend für mich ist das
Festhalten an der Beschäftigung mit Friedhöfen. Bei jedem Besuch erscheint ein
Friedhof in etwas anderem Licht, von jedem Besuch bleiben unvergessliche
Eindrücke zurück. Mein Vorhaben im Sinne dieses Blogs ist es, die Außenseiten
und die Tiefenschichten von Friedhöfen zu zeigen, Geschichten zu erzählen, zu
verweisen, Anregungen zu geben, Neugier zu wecken. Und bewerkstelligt wird dies
in Form von Texten, Fotos und Videos.
Ich freue mich über den Austausch mit Ihnen, die Sie diesen
Blog entdeckt haben. Kommunikation ist wichtig, der Friedhof ist ein Ort für
die Lebenden und Toten, er verbindet jene, welche bereits die Erfahrung des
Todes gemacht haben mit jenen, die sie noch vor sich haben.
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen